Wovon träumt die Haselmaus?

Der erste Raureif liegt über dem Land, die Tage werden kürzer – beinahe scheint es, als habe sich das Leben über den Winter verabschiedet. Wer aber genau hinsieht, kann jetzt einige der schönsten Wunder der Natur erleben. Denn alle Tiere sind noch da…

Der Winter bringt stille und Besinnlichkeit, die dunkelste Zeit des Jahres, ein Innehalten der Natur – und lässt uns zugleich teilhaben an einem der größten Wunder des Lebens. Denn auch wenn es nun erscheint, als habe sich die ganze Welt bis zum Frühjahr verabschiedet – direkt in unseren Gärte spielt sich gerade unfassbares ab…

Es handelt sich um eine der unglaublichsten Leistungen der Natur:

Grosse Kulleraugen, rosa Füsschen, ein buschiger Schwanz – dem Charme der Haselmaus kann man sich nur schwer entziehen. Tatsächlich zu Gesicht bekommen wir sie jedoch kaum. Denn die Haselmaus, die kleinste einheimische Schläferart,  ist eine nur daumengrosse, scheue Nachtschwärmerin und wieget nur 20 Gramm. Allerdings müssen sie ihr Gewicht verdoppeln, bevor sie sich in die siebenmonatige Siesta verabschieden. Im Schlaf senken sie ihre Körpertemperatur von 37 auf etwa 4 Grad Celsius. Ein Kraftakt für ihren winzigen Körper – und der Grund, weshalb ihre Höhlen mindestens einen Meter unter der Erde liegen. Jede Störung ist Lebensgefährlich: Der Schock beim Erwachen braucht Ihre Energiereserven vollständig auf. Alle Körperfunktionen sind im Winterschlaf massiv vermindert. Die Atmung ist schwach, der Herzschlag verlangsamt, die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen gering.

Dennoch wachen die kleinen Nager jeden Frühling wieder auf und verbringen einen quicklebendigen Sommer.

Ein wahres Wunder der Natur!

 
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