Das Material-Girl bzw. “Alice ohne Wunderland” welches im Wald das Universum traf

Früher wurde ich in der Grundschule oft wegen Namens gehänselt, man betitelte mich “Alice im Wunderland”.
Damals ärgerte ich mich fürchterlich darüber.
Jetzt schaue ich lächelnd zurück, denn der bedeutendste Tag in meinem Leben hat mein Leben verändert.
Heute weis ich: Ich BIN Alice.

Das war der Tag, an dem ich das Universum traf. Im Wald.

Alice und ich sind nicht nur Namensvettern - auch mein Aussehen erinnert manchmal an das erwachsentuende blonde Naivchen aus dem Disneyfilm.
Vor dieser Begegnung war sogar unser Charakter nahezu identisch. Ich machte mir ausschließlich Gedanken über meinen gesellschaftlichen Status, wusste immer alles besser und ich wusste, wie man es auch schon fast erahnen kann, alles – denn mit meinen 17 Jahren war ich in meiner damaligen Welt natürlich erwachsen.

Dieser Tag, es war einer der schönsten Tage die du dir vorstellen kannst, denn der Himmel war wolkenlos - strahlend blau und es hatte ca. 25°C, was an sich nichts besonderes ist, aber es war ein Tag im Herbst und die ganze Woche zuvor gab es typisches regnerisches Herbstwetter. Es war Ende Oktober, kurz vor den Herbstferien. Und wer weiß, wie es der Zufall vermag hat dieses Ereignis vielleicht genau heute stattgefunden, nur eben vor einigen Jahren.

Genau wie Alice ergab der Zufall, dass ich an jenem Herbsttag eine äußerst mysteriöse und seltsame Reise unternahm. Und dann sah ich dieses Kaninchenloch..
Nein, natürlich nicht – kleiner Scherz am Rande. Es gab natürlich auch Unterschiede: mein damals bester Freund begleitete mich, einige seiner guten Freunde, die ich nicht zu dem Zeitpunkt noch nie zuvor gesehen hatte, und unser Trip startete im Wald und ich habe mich nicht verlaufen, sondern ich habe mich dort im Wald erst selbst gefunden.
Wir hatten alle “Nicht-Geburtstag” aber statt einer Teeparty gab es eine kleine inoffizielle Grillparty und Pilze haben wir, genau wie Alice, auch im Wald gefunden. Auswirkungen einer verrückten Nicht-Geburtstags-Grill-Pilz-Party kannst du dir, denke ich, vorstellen. Wenn nicht, kann man es sicherlich nachvollziehen, wenn man diesen Ausschnitt des Films nochmal in Erinnerung ruft KLICK MICH (keine Angst, ist nur ein Youtube Link).

An dieser Stelle muss ich einen Einschub machen, denn dir ist vielleicht noch nicht klar, was dieser Artikel mit einem Material- Girl zu tun hat.
Vor diesem Tag, war das meine Einstellung zum Leben. Ausführen möchte ich das nicht sonderlich, aber um es dir besser vorstellen zu können höre/ lese Madonnas Material Girl oder begnüge dich meinem früheren Lebenstraum. Es ist mir fast schon peinlich es zuzugeben, aber kurz gesagt: Reich zu sein, natürlich durch den Millionär den ich heirate, und mein Leben auf seine Kosten zu genießen.

Dieser Waldtrip veränderte alles was das anging. Mit Kleinigkeiten der Reise möchte ich dich nicht wirklich aufhalten, es reicht schon zu sagen das mein heimlicher Wegbegleiter neben der Gruppe ein kleines Gänseblümchen war, das ich überallhin mitnahm wohin wir an jenem Tag wanderten, kletterten und krochen.

Reich möchte ich immer noch werden. Das wurde mir zum Ende meiner Reise durch den Wald klar. Wir waren nur noch zu dritt. Recht weit oben auf einem alpinen Berg saßen wir, direkt an einer Kante. Wir saßen dort, wo das Schneewasser im Frühjar dann vom Berg abfließen kann und hatten einen herrlichen Ausblick auf das Tal. Die Dämmerung setzte ein und der rosa Himmel färbte die umliegenden Berge in einen lilafarbenen Ton. Da wurde mir die Schönheit unserer Natur zum ersten Mal wirklich bewusst, nicht nur bewusst, sondern ich war wirklich überwältigt von den Bergen und dem Kaff, was ich ansonsten so verabscheute, denn im Kaff is ja nie was los. Und dem diesem Augenblick, als ich mit dem Kopf auf dem Schoß meines besten Freundes lag und wir stillschweigend zu dritt mit einer Kippe das Hier und Jetzt auf uns wirken ließen, hatte ich meine “Begegnung mit dem Universum”.
Ich kann es nicht in Worte fassen, wie es sich anfühlt, das Gefühl zu haben, mit sich selbst und allem im Einklang zu sein; festzustellen, dass man eins ist mit der Natur, der ganzen Welt, dem Universum; und plötzlich, als der Atheist der ich damals war, diese unglaubliche Geborgenheit zu fühlen und auf einmal die GEWISSHEIT zu haben, dass es definitiv einen Gott gibt. Für jeden mag Gott eine andere Gestalt haben, wenn es für das Individuum überhaupt einen gibt, aber glaube wahrhaftig an das kosmische Kraft und lebe seither Tag für Tag mit einem kosmischen Bewusstsein und habe dadurch gelernt wer ich bin, was Glück ist, was falsch an dieser Gesellschaft ist und was der Sinn des Lebens ist.

Manche mögen mich als verrückt erklären, hätte ich einen Menschen mit einer solchen Einstellung vor diesem Tag auch, manche Menschen mögen denken “ja wenn du so klug bist, dann sag uns verdammt worum es sich im Leben dreht” und manche Menschen werden wissen, wovon ich spreche, denn ich habe, zwar nur ganz wenige, aber ich habe solche Menschen durch die verschiedensten Zufälle kennengelernt, die wie ich das Glück hatten, eine mystisch-religiöse Erfahrung zu erleben.

Leute, ich wünsche jedem von euch die Erleuchtung zu erfahren - es ist ein Wunder – zu erleben, denn es ist das Beste was einem im Leben passieren kann. Wie gesagt, in Worte zu fassen ist fast unmöglich, aber ein Mönch beschrieb das Gefühl so:
Du erlebst den ORGASMUS DER SCHÖPFUNG.
Und besser kann ich es nicht sagen.

Die Erkenntnisse die dadurch erlangt werden, kann man nicht einfach so erzählen, man muss sie erleben um die wahre Bedeutung zu verstehen. Aber eins kann ich euch sagen, “GOD IS LOVE” ist nicht nur ein alter Hippie- Spruch der 60ger. Sondern Gott IST Liebe, Liebe zu sich selbst, zu anderen und zur Natur, wenn dir das klar ist, dann erkennst du vielleicht, dass und der Schlüssel zu all deinen Problemen und den Problemen der Welt Liebe ist.

Und weil leider immer noch so viele Leute MATERIAL mit Glück verwechseln, war ich damals das Material- Girl und die Alice ohne Wunderland. Durch dieses Erlebnis in der Natur und mit der Natur habe ich das Wunder entdeckt, und deshalb weiß ich es nun, dass ich wirklich “Alice im Wunderland” bin.

PS: Ich habe über eine Stunde an diesem Artikel geschrieben und ich habe mir davor Badewasser einlassen, dass inzwischen kalt ist. Jaja, “Selbst Schuld” denkste sicher, aber das war es mir wert. Ich habe durch diesen “Erfahrungsaustausch”/”Wettbewerb” oder wie man es sonst nennen mag die Möglichkeit gesehen, endlich und hoffentlich viele Menschen auf einmal zu erreichen und dadurch dich und andere zum Denken anzuregen. Und wenn es auch nur einen erreicht, bin ich damit voll und ganz zufrieden.

 
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Über Alice

Nach Glück strebend.
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